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Tragezeit einer Ragdollkätzin

Nach der Deckung heißt es für den Züchter zunächst einmal Warten, denn erst nach 3 Wochen werden die Zitzen der Kätzin rosa/rot, ein Zeichen dafür, dass sie trächtig ist. Nun sind es noch etwa 6 Wochen bis zum Geburtstermin. Die meisten  Ragdolls gehören zu jenen Rassen, die im Durchschnitt ein wenig länger als die üblichen 9 Wochen trächtig sind.
Für die bevorstehende Geburt gibt es eine ganze Reihe von
Anzeichen. Viele Kätzinnen suchen einen ruhigen und dunklen Ort, um ihre Kinder zu bekommen. Man sollte vor einer Geburt immer darauf achten, dass sämtliche Schränke und Kommoden geschlossen sind. Man kann Kissen und Decken in Kratzbaumhöhlen stopfe, denn man möchte ja, dass die Babys in der vorbereiteten Wurfkiste auf die Welt kommen und nicht an einem Platz der schwer zugänglichen ist.

Die ersten beiden Lebenswochen der Babys

Gleich nach der Geburt suchen die Kleinen die Zitzen und erhalten als erstes den so genannten Kolostralmilch. Sie ist besonders proteinreich und enthält Vitamine und Antikörper. Während der ersten paar Tage verlassen die Kätzinnen ihre Babys nur äußerst ungern. Man kann/sollte Futter und das Wasser meist direkt in die Wurfkiste stellen. In der ersten Lebenswoche legen die Babys kräftig zu. Handelt es sich um einen nicht zu großen Wurf, so kann es vorkommen dass die Kleinen ihr Gewicht nach einer Woche verdoppelt haben. Augen und Ohren sind noch fest geschlossen.
Die Ragdolls gehören zu den Maskenkatzen und bei diesen kommen die Babys weiß zur Welt. Schon nach zwei Tagen färben sich bei den späteren Mitteds und Colourpoints die Nasenleder ein. Nur die Bicolours behalten ihre rosa Näschen. Bei den Colourpoints erkennt man die typische Färbung der Fußballen nach etwa einer Woche. Auch die Ohren und Schwänzchen zeigen schon nach wenigen Tagen Farbe. Meist öffnen sich die Augen der Kleinen in der zweiten Lebenswoche, wobei manche schon mit wenigen Tagen anfangen, andere mehr als 14 Tage brauchen.


Die Geschlechtsbestimmung

Bei Katerchen ist der Abstand zwischen After und Geschlechtsöffnung größer als bei Katzenmädchen. Bei den Katerchen zeigt sich zwischen After und Geschlechtsöffnung bereits im Ansatz der Bereich mit den Hoden.Bei den Katzenmädchen ist die Geschlechtsöffnung wie ein kleiner Schlitz, bei den Katern wie ein kleiner Punkt.Sollte man sich unsicher sein spätestens bei der ersten Impfung, wenn der Tierarzt einen fachmännischen Blick auf die Kehrseiten der Kleinen wirft weis man es ganz genau.
Manchmal nehmen die Kleinen vom ersten Tag an zu, bei erstgebärenden Kätzinnen kann es ein wenig dauern, bis die Milch richtig fließt.Hat die Kätzin nicht genügend Milch, muss regelmäßig zugefüttert werden. Hat die Kätzin gar keine Milch oder ist sie verstorben, müssen die Kleinen alle zwei Stunden gefüttert werden  Tag und Nacht.
Um den Milchfluss anzuregen, zeigen die Babys den so genannten Milchtritt. Sie treten abwechselnd mit gespreizten Vordertatzen gegen den Bauch der Mutter. Noch bei erwachsenen Katzen ist diese Verhaltensweise zu beobachten.
Die Babys orientieren sich vor allem nach dem Geruch. Nach der Geburt streiten sich die Kleinen um die ergiebigsten Zitzen. Die kräftigsten unter ihnen erobern die beste Zitze und haben so meist einen besseren Start ins Leben. Nach ein bis zwei Tagen ist das Baby auf seine Zitze geprägt und akzeptiert keine andere. Setzt man das Baby an einer anderen Zitze an, wird es sich meist wegdrehen.
Alles was sich der Wurfkiste nähert und fremd riecht  wird von den Kleinen angefaucht.
Manche Babys sind sogar schon in diesem Alter große Schnurrer. Warum einige so früh anfangen und manche ewig brauchen, bis sie schnurren, ist nicht bekannt.